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21. März 2009 · Tanzen gegen den Krebs

Ein spezielles Projekt der österreichischen Krebshilfe wird unterstützt


Schon zum dritten Mal fandet der „Dancer Against Cancer“ Ball statt.
Tanzschulchefin Yvonne Rueff konnte als Mastermind der außergewöhnlichen Ballveranstaltung in den letzten beiden Jahren insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung stellen.
Der Reinerlös des diesjährigen Charity-Events, der im Wiener Austria Center stattfand, ging an das Projekt „Soforthilfe für Betroffene“ der Österreichischen Krebshilfe. Dieses Projekt hilft, wenn derartige Fragen auftauchen:
Was passiert, wenn die Eltern von Minderjährigen an Krebs erkranken?
Was passiert, wenn der Alleinverdiener einer Familie plötzlich aufgrund dieser Krankheit ausfällt?
Welche Informationen benötige ich bezüglich der Behandlung, welche Behördenwege liegen vor mir, wenn ich nicht mehr arbeiten kann?
Welche Möglichkeiten habe ich, meine Kinder zu betreuen?
Was mache ich, wenn ich meine Familie trösten muß, obwohl ich es bin, der krank ist?
Was mache ich, wenn ich niemanden habe, der mir hilft, wenn ich an der Diagnose verzweifle…

Als Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung galt nicht nur das Promi-Tanzturnier, sondern auch der Auftritt der Rollstuhltanzgruppe „t-Roller“: Sie sind eine Gruppe von fröhlichen Menschen im Alter zwischen 20 und 50, die die Freude am Tanzen, obwohl ein Teil von ihnen im Rollstuhl sitzt, verbindet. Diese Tanzgruppe ist extra aus Tirol angereist und bewies, daß Lebensfreude und die Liebe zu Musik, trotz besonderer Bedürfnisse, Großartiges erreichen läßt.

Im Foyer des Kongreß-Centers waren mehrere Motorräder als Show-Deko plaziert und gemeinsam mit dem TOY-RUN-Mobil fand auch der Begriff Motorrad ein wenig Einzug auf dem Ball.

Es wimmelte im ganzen Gebäudekomplex voll Tanzfreudigen, mehr oder weniger Prominenten und eifrigen Ball-Helfern.

Ein kleiner Freundeskreis begleitete Ernstl zum Ball und genoß einen entspannten, lustigen Abend.

Nach einer traumhaften Eröffnung des Balles folgten im Hauptsaal mehrere Vorführungen, währen auf verschiedenen Tanzflächen im Außenbereich heftigst geshaked wurde.
Im Hauptsaal folgte ein weiteres Highlight durch den Kulturverein der Wiener Staatsoper „Ich bin Ok“ mit einer Choreographie von Alexander Zaglmaier und Zabine Kapfinger. Barbara Rett unterstütze diese Gruppe durch ihre aktive Teilnahme an dieser wirklich gelungen Tanzeinlage.

Vor dem Tanzturnier wurde dem Publikum die Jury vorgestellt, welche mit „Augenzwinkern“ die Bewertungen der einzelnen Tänzerinnen und Tänzer vornehmen sollte:
Lotte und Hannes „Augenbraue“ Nedbal, Maria Lahr, Österreich- und Madonna-Herausgeberin Uschi Fellner, Barbesitzerin Michaela Schimanko-Stiedl, Staatssekretärin Christine Marek, Schauspielerin Brigitte Neumeister und Dr. Renate Wimmer.

Die Tanzpaare und ihre Tänze:
01Ingrid Turkovic-Wendl und Stefan HoldSlowfox
02Ernstl Graft und Sissy AndelTango Argentino & Boogie
03Hans Georg Heinke und Yvonne RueffSlowfox & Quickstep
04Herbert Haupt und Tanja SiselRumba
05Prinz Bernhard von Kamerun und Petra HübschSamba
06Barbara Fleißner und Roman TrnkaQuickstep & ChaChaCha
07Ulrike Beimpold und Andrei ChituWiener Walzer
08Magic Christian und Sabine PröbstlPaso Doble
09Franziska Weisz und Franz HeinischTango
10Toni Polster und Yvonne Rueff"Tanz der Worte"


„Echte Biker tanzen nicht - das ist nur ein wildes Gerücht“, lacht Ernstl. Denn auch wenn auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten zu erkennen sind, bestehen zwischen Motorradfahren und Tanzen doch gewisse Parallelen: Sei es der kraftvolle Tritt am Kickstarter und der Startschritt bei Paso Doble oder das geschmeidige Durchfahren einer Spitzkehre verglichen mit einem „Linksfleckerl“ beim Wiener Walzer.
Die Harmonie des Tanzpaares trägt ebenso zum harmonischen Dahingleiten bei wie die zwischen Beifahrerin und Lenker eines Bikes, und - wenn viele Paare tanzen - sollten die Ausweichhaken am Dancefloor ebenso gekonnt gesetzt werden wie die Ausweichhaken im Straßenverkehr.

Um als Motorradfahrer und als TOY-RUN-Frontman ein Statement zu setzen trug er beim Tanz ein rotes Hemd, auf dessen Rückenteil gestickt war: Echte Biker tanzen nicht.
Bei der letzten Drehung ihrer Vorführung riß ihm seine Tanzpartnerin Sissy den Rückenteil ab und ein anderer Text kam zum Vorschein.

Schauspielerin Ulrike Beimpold und Andrei Chitu konnten die Jury von ihrem Wiener Walzer überzeugen und gewannen die Jurywertung. Sie sind damit das DaC Siegerpaar der Jury und bekamen von Künstlerin Herta Öfferl die DaC Trophy 2009 überreicht.
Das Publikum wurde aber auch heuer wieder aktiv in das Turnier integriert und konnten per Telefonvoting ihren Sieger ermitteln. Herbert Haupt und Tanja Sisel konnten mit ihrer Rumba die Ballgäste auf ihre Seite ziehen und gewannen die DaC Trophy 2009 beim Publikumsvoting.
Noch lange nach Mitternacht verbrachten die, in Ballgarderobe gekleideten, Motorradfahrer/innen tanzend am Ball, bevor auch sie müde, nach einem kleinen „Katerfrühstück“ die Heimfahrt antraten.
Im Morgengrauen ging der Ball zu Ende und man war gespannt, wieviel Geld die Veranstaltung eingebracht hatte.

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letzte Aktualisierung: 21. Jan. 14 · 08:10 Uhr